Der Bärlauch ist da

Auch als "wilder Knoblauch" bezeichnet, verwundert es nicht, dass der Bärlauch geschmacklich sehr stark an seinen Namensvetter erinnert. Sein Aroma ist jedoch wesentlich milder und eignet sich daher hervorragend zum Aromatisieren von Frischkäse, Bärlauchaufstrich, Bärlauchsuppe oder auch als pikantes "Tüpfelchen auf dem i" bei frühlingshaften Salaten.

Bärlauch Saison - Wann hat der Bärlauch Saison?

Der Frühling ist die Zeit des Bärlauch. Der wilde Knoblauch ist am aromatischsten und zartesten gleich wenn er aus dem Boden sprießt. Wenn der Bärlauch bereits blüht, ist der beste Zeitpunkt zum Verkochen vorbei. Man findet Bärlauch bis zum Sommeranfang im Wald oder kann ihn auch im Garten anbauen.

Eine kleine Kulturgeschichte des Bärlauchs

Sobald die ersten Sonnenstrahlen hinter den Wolken hervorblitzen, die Bäume wieder grüner und das Gras saftiger wird, ist auch die erste Handvoll selbstgepflückter Bärlauch nicht mehr weit. Als Frühlingsbote macht der appetitanregende Bärlauch wortwörtlich auch einen Bärenhunger. Nach einem ausgiebigen Winterschlaf sollen die pelzigen Vierbeiner nach altem Volksglauben nämlich mit Vorliebe den frischen „Wilden Knoblauch“ schnabulieren, weshalb die grünen Blätter zu ihrem Namen „ Bärenlauch“ gelangten. Allmählich hat sich dann die verkürzte Form Bärlauch durchgesetzt. Auch in vielen anderen europäischen Sprachen hat sich der „Bär“ durchgesetzt, wenn es um das pikante Kräutlein geht. Vom englischen bear’s garlic über den französischen ail des ours bis hin zum niederländischen beerlook – in Auen und Flusslandschaften in West- und Mitteleuropa findet der, volkstümlich auch Hexenzwiebel genannte, Bärlauch seine Wertschätzung.

Biologisches rund um den Bärlauch

Das Lauchgewächs sucht sich im Wald vor allem schattige feuchte Plätze, an denen das robuste Kraut seine Wurzeln schlägt. Aus jenen wachsen jedoch stets nur zwei (!) Blätter. Besonders beim selbstgepflückten Bärlauch im Wald sollte man darauf stets achten. Ein „falscher Freund“ sind nämlich die fast identisch anmutenden Maiglöckchenblätter, die jedoch in größeren Büscheln beieinander stehen. Im Gegensatz zur Delikatesse Bärlauch sind die Maiglöckchenblätter, sowie auch die ähnlichen Blätter der Herbstzeitlosen, jedoch hochgiftig und sollten auf alle Fälle stehengelassen werden. Riecht das Blatt, sobald man es zwischen den Fingern ein wenig reibt, jedoch eindeutig nach Knoblauch, so kann man davon ausgehen, dass es sich dabei um richtigen Bärlauch handelt. Ein weiteres Indiz ist bei schon blühendem Bärlauch die weiße filigrane Blütendolde, die sich eindeutig von den weißen Maiglöckchen und der violetten Herbstzeitlose abhebt.

Bärlauch für Körper und Gesundheit

Dass Bärlauch vor allem nach den langen Wintermonaten eine entschlackende Wirkung hat, kann man schon von den Bären lernen, die ihn zur Stärkung im Frühling alljährlichen auf ihren „ Speiseplan“ setzen. Um den Winterspeck loszuwerden ist die „Hexenzwiebel“ daher ideal, um die Verdauung und auch den Kreislauf auf Trapp zu bringen. Um die Heilkraft des Bärlauchs wussten auch schon die alten Germanen Bescheid: Ihnen verlieh der Bärlauch auch Bärenkräfte. Tatsächlich hat das Lauchgewächs eine sehr hohe Konzentration an Schwefelverbindungen, Magnesium und Eisen. Er fördert dadurch auch die Durchblutung und soll schon so manchem Schwindelgefühl erfolgreich abgeholfen haben.

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